Geschichte Rückblick  auf die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr  Biwer.  Bereits 1823 forderte  die Regierung die Gemeinden dazu auf, Feuerlöschgerät anzuschaffen. Da die  meisten Gemeinden damals kein Geld hatten, konnte dem Regierungswunsch nicht nachgekommen werden. Im Jahre 1828 wurde die erste Feuerspritze für die Gemeinde Biwer angeschafft. 1840 erhielt Biwer eine Feuerspritze von der Versicherungsgesellschaft "la Fraternelle". Die Einwohner der Gemeinde waren dazu verpflichtet beim Löschen zu helfen.  Im Jahre 1900 wurde  die Freiwillige Feuerwehr Biwer von 22 wackeren Männern gegründet. Bei der  Gründung des Vereins hatten die Feuerwehrleute dem damaligen Bürgermeister André Duchscher und seinem Gemeinderat zwei Bedingungen gestellt:  1. Die Anschaffung einer Feuerspritze  2. Dass so bald wie  möglich in der ganzen Gemeinde Wasserleitungen mit dem nötigen Wasserbehälter gebaut werden mussten.  Daraufhin wurde im Jahr 1903 mit dem Bau der Wasserleitung und der Wasserbehälter begonnen. Im Jahr 1905 erhielt die Feuerwehr ihre neue und moderne vierrädrige Feuerspritze,  womit die zwei von ihr gestellten Forderungen in Erfüllung gegangen  waren.  In der gleichen Zeit verschwanden dann die ersten Strohdächer und die neuen Häuser durften nur noch mit brandfesten Mauern und Decken gebaut werden.  Die Folge davon war, dass es weniger Brände gab. Auch grössere Brände, wo eine ganze Reihe Häuser verbrannte, gab es nicht mehr, sodass es dann auch beim Löschen weniger Unfälle  gab. Ausserdem wurde die Feuerversicherung, welche damals ziemlich teuer war,  für die Hausbewohner um so billiger.  So verbesserte sich  das Leben im Dorf, da es ja jetzt eine Wasserleitung und eine Feuerwehr gab. Wie  froh die Dorfbewohner damals über die Feuerwehr waren, kann sich heute niemand  mehr vorstellen. Sie konnten abends in Ruhe schlafen und brauchten nicht mehr zu  fürchten in ihren Betten zu verbrennen.  Die Dorfbewohner brauchten auch nicht mehr beim Löschen zu helfen, brauchten keine schweren Eimer mehr von Brunnen, aus Teichen oder aus dem Bach zu schleppen und konnten  ausserdem nicht mehr bestraft werden, wenn sie nicht halfen, so wie das vom Gesetz vorgeschrieben war. Schon recht bald nach der Gründung des Vereins wurden die ersten Uniformen angeschafft. Die Uniformen bestanden aus einer hellblauen Hose mit breitem roten Band an der Hosennaht, einer dunkelblauen Joppe mit  einer Doppelreihe funkelnder Messingknöpfe, sowie schweren gold- und  silberbestickten Schulterklappen. Für Kommandant und Unterkommandant gab es  zusätzlich blitzende Schleppsäbel mit reich verziertem Griff. An dieser Uniform  wurde kaum etwas geändert bis zur Okkupationszeit, wo sie gemäss deutscher  Vorschrift nach "Wehrmachtsschnitt" umgeschneidert und mit den Emblemen des "tausendjährigen Reiches" versehen wurde. Während der Evakuierung ging ein Teil der Uniformen verloren, die anderen konnten wegen der vorerwähnten Umänderungen  nicht mehr getragen werden. So wurden nach der Befreiung durch die Amerikaner mit der Reorganisation des Vereins auch neue Uniformen angeschafft, nach Vorschrift und Muster des Landesverbandes. Anfangs mit Lederkoppel und Schulterriemen für Chargierte, danach ersetzt durch Stoffkoppel nach Muster unserer Armee. In den neunziger Jahren wurde dann auch der Stoffkoppel abgeschafft.  Ebenso wurde ziemlich  rasch nach der Vereinsgründung eine erste Fahne angeschafft. Diese wurde im Jahre 1934 durch eine neue ersetzt. Als Patin amtierte bei dieser Fahnenweihe Frau J.B. Linden, Gattin des ersten Kommandanten der Wehr, als Pate Herr Franz Penning, damaliger Bürgermeister und ebenfalls Gründungsmitglied unserer  Feuerwehr.  Dann kamen am 10. Mai  1940 die Nazis mit dem "unvergesslichen" Chef der Zivilverwaltung und mit ihm eine gesamte Umwälzung im luxemburgischen Vereinsleben. Zum letzten Mal durfte  die treue Fahne beim Begräbnis des langjährigen Unterkommandanten Metty Nicolay,  Anfang des Jahres 1941, getragen werden. Danach regnete es nur so Verordnungen.  Eine solche, die auch die Feuerwehr Biwer betraf, sei hier nur kurz wörtlich  zitiert: "Im Auftrage des Kommissars für das Feuerlöschwesen in Luxemburg, werden Sie darauf aufmerksam gemacht, dass gemäss Verordnung des Chefs der Zivilverwaltung in Luxemburg, die Vereinsfahnen der freiwilligen Feuerwehren innerhalb acht Tagen an den Herrn Bürgermeister Ihrer Gemeinde gegen Empfangsbescheinigung abzugeben sind. Die Ablieferung der Fahnen hat unter strengster Verschwiegenheit und in unauffälliger Weise zu geschehen". Der  Ausführung dieser Verfügung nachkommend, nahmen sich der Kommandant Theodor  Philipps sowie der Unterkommandant Robert Kalmes an, und lieferten die Fahne  beim damaligen diensttuenden Bürgermeister Mathias Schuller in Boudler ab.  Letzterer wurde bald nachher seiner Funktionen als Bürgermeister enthoben, die  Fahne jedoch blieb in ihrem Versteck bis zur Befreiung durch die Amerikaner. In einem unbeschreiblichen Freudentaumel wurde sie beim Einzug der ersten amerikanischen Truppen aus der sicheren Verborgenheit geholt.  Leider verebbte dieser spontane Freudenrausch eben so jäh wie er gekommen war, galt doch der erste  Ausmarsch in jenen denkwürdigen Septembertagen, die beiden in Manternach von  deutschen Spähtrupps erschossenen Resistenzler Alfred Weber aus Biwer und Camille Hoffeld aus Wecker auf ihrem letzten Gang zu begleiten.  Wie so manchem treuen  Patrioten oder Refractaire das Verborgensein, der Entzug von frischer Luft und  Sonnenschein auf Dauer an der Gesundheit nagten, so waren die bitteren  Kriegsjahre auch nicht ganz spurlos an unserer Fahne vorübergegangen. Eine  kostspielige Reparatur drängte sich auf, doch wurde von fachmännischer Seite  davon abgeraten und man entschloss sich, eine neue anzuschaffen, die dritte  seit Vereinsbestehen. Geliefert wurde dieselbe von der bestbekannten Firma  Bernard-Kauffmann aus Luxemburg. Die Fahnenweihe fand im Mai 1958 statt. Als  Patinnen fungierten: Frau Schuller-Decker Irene aus Boudler und Frau Pleimling-Gerges Maria aus Boudlerbach. Als Paten fungierten: Herr Kremer  Edouard und Herr Hurt Georges, beide aus Biwer. Mit grösster Freude und Stolz führten die Feuerwehrmitglieder an jenem herrlichen Festtag, als eine der ersten Wehren des Landes, vor Vertretern von Landes- und Kantonalverband, vor Autoritäten von Staat und Gemeinde, eine schneidige Marschübung, und eine  Löschübung mit zwei Sektionen nach den neu festgelegten Richtlinien des  Feuerwehrverbandes vor. Verschiedene Kameraden hatten an Lehrgängen in der, in  Fünfbrunnen eingerichteten, Feuerwehrschule teilgenommen und dort die nötigen  Kenntnisse erworben.  Neben Uniformen und  Fahnen waren und sind die Feuerwehrmänner stets darauf bedacht, das notwendige  Löschmaterial zur Verfügung zu haben.  Ab 1900 gab es folgende Materialanschaffungen:  1905 - Ankauf einer  vierrädrigen, von Pferden gezogenen Feuerspritze für die ganze Gemeinde Biwer zum Preis von 2132,23 Franken. Die Spritze stand in Dienst bis Ende des zweiten  Weltkrieges. Sie verschwand in den letzten Kriegswirren.  1912 - Löschapparat in Wecker-Gare: Eigentum der Firma Duchscher  1914 - Anschaffung einer Handfeuerspritze für Boudler und Brouch  1928 - Anschaffung einer zweirädrigen Feuerspritze und 100 Meter Schlauch für Boudler.  Diese Feuerspritze wurde 1983, bei Gelegenheit der Kantonaltagung in Biwer restauriert und wird seitdem im Verwaltungsgebäude der Gemeinde aufbewahrt.  1932 - Errichtung  eines Schlauchturms in Biwer und Neubedachung des Feuerwehrschuppens.  1937 - Aufrichten  einer Feuersirene über dem Vereinssaal, heute Haus Oly-Collet in  Biwer.  1942 - Anschaffung einer tragbaren Motorspritze für Biwer.  1951 - Anschaffung einer Motorpumpe, Marke Drouville, für die Gemeinde Biwer.  1957 - Anschaffung eines Gebrauchtjeeps aus dem zweiten Weltkrieg  1962 - Die Feuerwehr erhält einen neuen Feuerwehrraum im heutigen Gemeindehaus.  1969 - Die Feuerwehr erhält eine neue Feuerwehrgarage beim Centre Culturel  1972 - Anschaffung des ersten Tanklöschfahrzeugs der Gemeinde. Dieses Fahrzeug, Marke Mercedes Benz Typ TLF 16/8, hatte einen Wassertank von 2600 Liter und einen Schaummitteltank von 100 Liter. Ausserdem besass dieses Fahrzeug eine Seilwinde mir einer Zugkraft von 3 Tonnen.  1975 - Anschaffung einer TS 8/8 der Marke Ziegler  1976 - Kauf von 3  Atemschutzgeräten mitsamt 6 Reserveflaschen. In diesem Jahr wurde ebenfalls eine  Motorsäge gekauft.  1978 - Die Feuerwehrgarage wurde vergrössert und ein Versammlungsraum wurde angebaut.  1980 - Ein aus den Militärbeständen gekauftes Fahrzeug Typ Dodge wurde als Schlauchwagen in Betrieb genommen.  1981 - Eine neue Sirene wurde auf dem Centre Culturel errichtet.  1986 - Verkauf des 1957 angeschafften Jeep. Als Ersatz kommt ein Geländewagen Lada 4x4.  Kauf eines gebrauchten Anhängers der Marke Saris. Er wird in eigener Regie zum  Tragkraftspritzenanhänger umgebaut.  1987 - Nach Auflösung  der Wehr Wecker-Hütte schenkt die Direktion die betriebseigene TS 8/8 Bachert (22 Betriebsstunden) der Wehr Biwer.  1988 - Anschluss der im Jahre 1936 angeschafften und durch den Erlös zweier Theatervorstellungen  finanzierten Feuersirene, an die Notrufzentrale des Zivilschutzes.  1993 - Ankauf von 4  neuen Atemschutzgeräten mit 8 Reserveflaschen.  1996 - Die Feuerwehr erhält einen Mannschaftstransportwagen (MTW) der Marke Ford Transit.  1997 - Die Feuerwehr erhält ein neues Tanklöschfahrzeug (TLF 2000 TAA) der Marke Steyer mit einem von Rosenbauer aus Ostende gebauten Aufbau. Der Wassertank dieses Fahrzeugs  enthält 2000 Liter und der Schaummitteltank enthält 200 Liter.  2000 - Kurz vor der  Hundertjahrfeier erhält die Feuerwehr einen neuen Schlauchwagen. Es ist dies  ein, mit eigenen Mitteln erworbener, Ford Transit. Die Inneneinrichtung des Fahrzeugs wurde von der Gemeinde bezahlt.  Ebenfalls erhält die Feuerwehr im September 2000 eine neue Tragkraftspritze, TS 1500.  15. März 2013 - Einweihung der neuen Feuerwehrgarage.  Es mag heute seltsam erscheinen, wenn man bedenkt, dass früher bei Feueralarm zuerst Pferde angeschürt wurden, um dann mit des Bauern edelsten Tieren im Galopp zur Brandstätte zu jagen, bei Nacht in schwachem Licht von primitiven Kerzenlaternen. Damals wie heute wurden die Feuerwehrmänner von den von Feuer  und Flammen bedrohten Leuten ungeduldig und verzweifelt erwartet.
Wehrleiter waren, bzw. sind: Jean-Pierre Linden, Biwer 17.06.1900 - 25.05.1902 Leo Knaff, Biwer 25.05.1902 - ? Michel Hauffels, Biwer ? Theodore Speller, Biwer ? Raymond Schuller, Boudler ?        1949 - 20.01.1984 Carlo Boettel, Biwer 20.01.1984 - 04.03.1993 Henri Schaefer, Biwer 04.03.1993 - 26.07.1995 Norbert Benner, Biwer 08.09.1995 - 11.11.2002 Marc Mehlen, Betzdorf 18.01.2003 - aktuell
Gründungsmitglieder: 1. Linden Johann 12. Penning Bernard 2. Ernzen Johann 13.  Weiland Johann 3. Knaff Leo 14. Haller Mathias 4. Oswald Mathias 15. Bleser Johann 5. Crelo Heinrich 16. Thoma Peter 6. Nicolay Peter 17. Penning Franz 7. Schuller Franz 18. Nicolay Mathias 8. Weiler Johann 19. Mehlen Mathias 9. Knaff Mathias 20. Weis Bernard 10. Decker Pierre 21. Kasel Georges 11. Lentz Peter 22. Collet Peter
Startseite Kalender Wir über uns Geschichte Galerie Fuhrpark Jugend
Geschichte